Review

Um es vorweg zunehmen, an dieser App kommt man fast nicht vorbei, wenn man sich auch Zuhause noch mal davon überzeugen möchte, wieder einmal außergewöhnliche sportliche Leistungen vollbracht zu haben.

Denn diese App liefert etliche Informationen zu Höhenmeter, zurückgelegter Strecke, verbrannten Kalorien, Geschwindigkeiten und und und….

Aber von Vorne: zunächst lohnt sich die kostenfreie Registrierung und die Angaben von physischen Daten (Alter, Gewicht, Größe), denn hieraus errechnet Runtastic später zum Beispiel verbrannte Kalorien. Ferner kann man sich auf der App eigenen Homepage seine Daten noch einmal detailliert  vor Augen führen lassen. Hier steht für jeden neuen Nutzer 21 Tage die Goldmitgliedschaft kostenfrei zur Verfügung, ohne dass es später automatisch in ein kostenpflichtiges Abo übergeht. So sollte es sein. Mit der Goldmitgliedschaft stehen noch viele weitere Daten zur Verfügung und man kann beispielsweise seine Auswertungen via Mail verschicken.

das Bild zeigt den Menübildschirm während die App läuft

Genug geredet, wie macht sich die App in der Praxis? Zunächst muss man die entsprechende Sportart auswählen, und davon gibt es sehr, sehr viele. Insgesamt 59 Stück! Darunter Klassiker wie Laufen, Rennradfahren, Wandern und Nordic Walking, aber auch Ski fahren, Snowboarden, Autofahren, Biathlon, Schlitten fahren.. Daneben finden sich auch Sportarten, bei denen man sich schon fragt, wer zu Hölle hat da ein Smartphone bei sich? Tennis vielleicht gerade noch so, aber beim Wakeboarden, Kitesurfen, Tauchen, Curling, Schwimmen, Squash, Fussball, Yoga und Pilates ist es doch eher unüblich. Dementsprechend würde ich sagen, es sind ca. 20 Sportarten, wo der Einsatz dieser App auch Sinn macht.

Ein eleganter Ansatz, ist die Möglichkeit, dass die App erst nach einem Countdown startet, damit man nicht direkt nach dem Start los sprinten muss, um seine Ergebnisse nicht zu verfälschen. Hier kann man zwischen fünf, 15 und 30 Sekunden auswählen.

Ist man einmal unterwegs, läuft die App im Hintergrund weiter. GPS muss eingeschaltet sein, weshalb es sich auch empfiehlt, den gegebenen Akkuverbrauch zu berücksichtigen. Ein großer Unterschied zu beispielsweise einem Tacho ist die Tatsache, dass Pausen nicht automatisch herausgerechnent werden. Das geht nur manuell per Knopf Druck, ist aber nervig wenn man mit seinem Rennrad unterwegs ist und nicht an jeder Ampel sein Smartphone hervor kramen will.

Via Googlemaps wird die absolvierte Strecke inklusive Kilometerangaben dargestellt

Der interessanteste Teil ist aber die Auswertung an den Anschluss der sportlichen Betätigung. Hier lässt die App die Muskeln spielen, oder anders, dokumentiert sehr detailliert ihr Muskelspiel. Angefangen bei zurückgelegter Strecke und Durchschnittsgeschwindigkeiten, Fähigkeiten die auch jeder Tacho ab 10.- Euro beherrscht, trumpft die App vor allem mit ihrer Vielseitigkeit. Die Ernährungsbewussten können sich den wahrscheinlich nicht ganz exakten Kalorienverbrauch anzeigen lassen. Auf Basis von Googlemaps wird die zurückgelegte Strecke graphisch dargestellt. Die maximale Geschwindigkeit ebenso angegeben, wie die absolvierten Höhen-/Tiefenmeter.

Ein absolutes Highlight ist aber die Grafik mit Angaben zu absolvierten Höhenmetern und den dazu entsprechenden Geschwindigkeiten. Optional kann einem in der Pro-Version auch der entsprechende Herzschlag in dem Bereich angezeigt werden. Das hat, gerade wenn man mit dem Rad unterwegs war, schon viel von Tour de France.

Die Tabelle zeigt die Höhenunterschiede der Strecke und die dazugehörigen Geschwindigkeiten, optional auch den Herzschlag

Hierzu gibt es auch noch eine weitere Tabelle, die einem für jeden Kilometer, die dafür benötigte Zeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die überwundenen Höhenmeter anzeigt.

Wie genau diese Daten sind, lässt sich nicht exakt beurteilen, während die Fahrtzeit und die Route aufjedenfall korrekt registriert wurden, ist das bei Durchschnittsgeschwindigkeit und zurückgelegter Strecke nicht ganz zweifelsfrei zusagen, da es hier Unterschiede zu den Ergebnissen gab, die mir im Test mein Tacho lieferte. Bei der Durchschnittsgeschwindigkeit lässt sich das vielleicht noch damit erklären, dass nicht bei jedem Stop auch die Aufzeichnung der App angehalten wurde (s.o.), warum sich aber die zurückgelegte Strecke um 2% unterscheidet, hinterlässt einen kleinen faden Beigeschmack, kann aber auch am Tacho liegen.

Insgesamt eine sehr umfangreiche, sehr praktische und leicht zu bedienene App, die man nicht mehr missen möchte, wenn man sie einmal ausprobiert hat. Der Kauf der Pro-Version lohnt sich in jedem Fall, wenn man umfangreichere Daten haben möchte und diese auch mit seinen Freunden teilen will. Zusätzlich verspricht Diese noch individuelle Trainingspläne und Motivationshungrige können sich von der App wahlweise auch anschreien lassen…

 

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About the Author

Johannes
studiert Medienwirtschaft in Köln, verfolgt gebannt den Kampf zwischen kleinen tapferen Androiden und Apples Designflundern.